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In Erinnerung

Merlin - unser Zauberer

04.02.1991 - 20.12.2013

Wenn man ein Lebewesen bei sich aufnimmt, sagt einem niemand, wie schwer es fällt, es auch wieder loszulassen!

Merlin starb vier Tage vor Weihnachten.
Der Schmerz, der mich seitdem umgibt, ist unglaublich vielfältig. Es ist nicht nur die Traurigkeit über seinen Verlust, nicht mehr in sein offenes, strahlendes Gesicht zu schauen, nie mehr ihn streicheln zu können und nicht mehr mit ihm zusammen sein zu können. Es ist vorallem die Erkenntnis, dass er nicht mehr an meinem Leben teilnimmt.

Merlin kam 2000 in unsere Familie und bereicherte seitdem unser Leben mit seinem sonnigen Gemüt, seiner Zuverlässigkeit, seiner Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Nie zuvor hatte ich ein Pferd kennengelernt wie ihn. Er war unser Sonnenschein und hat uns jeden Tag aufs Neue verzaubert.

Aufgrund seines allergisch bedingten Ekzems benötigte er immer einer besonderen Aufmerksamkeit in täglicher Pflege und Versorgung. Aber das wussten wir vorher und sein unglaubliches Wesen beindruckte uns so, dass wir es nie bereut hatten, ihn aufzunehmen. Viele Jahre lebte er mit uns, zeigte mir, wie schön und vertraut es sein kann, mit einem Pferd zusammen zu sein.


Im Frühjahr 2010 traf uns unerwartet die Diagnose Knochenzyste im linken Kniegelenk. Er war damit nicht mehr belastbar, lebte aber trotzdem zufrieden mit allen Höhen und Tiefen, die bei einer solchen Krankheit dazugehören. Umso mehr hat uns diese neue Situation zu einer noch intensiveren und vertrauensvollen Bindung geführt. Die Prognose war nicht gut, die Tierärzte gaben uns vielleicht noch ein halbes Jahr. Merlin sollte diese kurze Zeit so angenehm und so normal wie möglich verbringen ohne ständige Untersuchungen und belastende Medikamente.

Und so wurden uns noch über drei gemeinsame Jahre geschenkt. Jeder Tierarzt war erstaunt über seinen guten Zustand und seine Lebensfreude. Doch Anfang Dezember 2013 wurde er sehr krank. Hohes Fieber, starke Schmerzen und Appetitlosigkeit zeigten mir, dass es nun so weit war, Abschied zu nehmen. Erneute Untersuchungen ergaben natürlich auch eine deutliche Verschlechterung seines Kniegelenks, aber vor allem machte ihm eine massive Magenschleimhautentzündung zu schaffen.
Am Morgen des 20.12.2013 musste ich die Entscheidung über seinen Tod treffen. Diese Schuld wird mich immer belasten, auch wenn ich natürlich weiß, dass es richtig war.

"As strong as you were
tender you go
I am watching you breathing
for the last time.
A song for your heart,
but when it is quiet
I know what it means
I will carry you home."

James Blunt "Carry you home"

Es ist sehr leise ohne ihn.
Wir werden Dich nie vergessen, Merlin!




Mein großer kleiner Falco

17.09.1988 - 25.06.2003

Über ihn zu sprechen, fällt mir immer noch schwer. In vielen Erinnerungen an ihn kann ich lächeln, aber es gibt auch noch genauso viele Momente, in denen ich weinen muss. Falco wurde am 17. September 1988 geboren und er kam mit 10 Wochen als kleiner weißer Eisbär in unsere Familie. Damals war ich 13 Jahre alt und lernte mit ihm gemeinsam, was es bedeutet, mit einem Hund zu leben und ihn als Freund zu haben. Mit seinem starken Terriercharakter und seiner souveränen Gelassenheit lehrte er mich mehr über Hundeerziehung, als mir ein Mensch danach jemals beibringen konnte.

Als er am 25. Juni 2003 starb, habe ich mein halbes Leben verloren. 15 Jahre lang hat er mich begleitet - oder besser - ich durfte ihn begleiten.

"Wir waren verschworen,
wären füreinander gestorben.
...
Nichts war zu spät, aber vieles zu früh.

Es war ein Stück vom Himmel,
dass es Dich gibt.
Du hast den Raum mit Sonne geflutet,
hast jeden Verdruß ins Gegenteil verkehrt.

Ich gehe nicht weg, hab meine Frist verlängert.
Neue Zeitreise, unbekannte Welt,
Habe Dich sicher in meiner Seele,
Trag Dich bei mir, bis der Vorhang fällt."

Herbert Grönemeyer "Der Weg"

Seinen Tod zu akzeptieren und damit seine Seele loszulassen, ist ein wesentlicher Schritt, um Neues zuzulassen und zu erschaffen.
Wir hatten so viele gute gemeinsame Jahre. Aber der Mensch und seine Erinnerungen sind manchmal undurchdringlich. Diese Augenblicke holen mich dennoch immer wieder ein und machen mich einerseits sehr traurig über Falcos Verlust und gleichzeitig auch sehr glücklich über die wertvolle Zeit und an das Ende, dass für uns so selbstverständlich, einfach und harmonisch war.

Ich denke gerne an meinen großen kleinen Falco und wünsche mir, dass ich irgendwann nur noch lächeln und nicht mehr weinen werde!



Benno - unser kleiner Clown

30.01.1998 - 24.04.2015

Benno war eigentlich immer da... dieser Gedanke kommt mir nach seinem Tod immer wieder. Immer wieder ertappen wir uns dabei, an die Stelle zu schauen, wo sein Körbchen stand, um zu sehen, wie es ihm geht. Aber da ist nichts mehr. Ein sehr seltsames Gefühl!

Nach unglaublichen stolzen 17 Jahren ist Benno Ende April von uns gegangen. Altersehrwürdig und stolz wie eh und je. Natürlich ist man ab einem gewissen Alter des Hundes darauf gefasst, dass es mal ganz schnell zu Ende gehen kann. Und dennoch ist man nicht auf den Schmerz vorbereitet, der einen danach immer wieder und ganz tief innen ergreift.
Benno war unser zweiter Westie in der Familie. Nach fünf gemeinsamen Jahren mit unserem "Falco" wurde er mit einem Schlag zu einem Einzelhund und trat aus dem Schatten heraus. Klein und flink mit einem großen Terrierherz und viel Stolz und dem Mut eines Löwen regierte er künftig charmant über uns.

Ein kleiner Hund ganz groß!


Immer wenn es Zeit wird zu gehn
verpass ich den Moment und bleibe stehn
das Herz sagt bleib
der Kopf schreit geh
Herz über Kopf
Herz über Kopf
Herz über Kopf, lass ich dich immer noch nicht gehn
lass ich dich immer noch nicht gehn
auch wenn es längst Zeit wär zu gehn
Herz über Kopf

Joris "Herz über Kopf"

Wir wollen weinen, dass Du nicht mehr bei uns bist,
aber auch lächeln, weil wir so viel Zeit mit Dir verbringen durften.

Danke Benno!












Michaela Krenz, Sommerhalde 1/1, 75015 Bretten-Ruit, Tel: 07252-927 90 29, Mobil 0172-74 50 565